Neuzeit

Im 19. Jahrhundert konnte der Neckar bei Heilbronn wieder mit Schiffen befahren werden. Der Wilhelmskanal wurde gebaut und die Industrialisierung der Stadt machte große Fortschritte. Es wurden insgesamt drei Hafenanlagen gebaut und Heilbronn entwickelte sich zu einem wichtigen Warenumschlagplatz. Der Bahnhof wurde an das Schienennetz angeschlossen und Ende des 19. Jahrhunderts gab es bereits Eisenbahnverbindungen in alle wichtigen süddeutschen Städte. Mit dem Anschluss an das Elektrizitätswerk in Laufen war Heilbronn ab 1892 eine der ersten Städte in Europa, die über eine komplette Stromversorgung verfügte. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die jüdische Gemeinde in Heilbronn nahezu vollständig vernichtet. Bei einem der letzten schweren Luftangriffe im Jahr 1944 wurde die Altstadt fast vollständig zerstört.
Als die Amerikaner im Jahr 1945 die Stadt besetzten, lebten hier nur noch etwas über 46.000 Menschen.