Stadt Heilbronn

Bild von Kjunix von der Heilbronner Innenstadt veröffentlicht bei wikipedia unter der Lizenz Creative Commons in der Version 3.0.

Der Name eines großen deutschen Dichters ist untrennbar mit der Stadt verbunden. Heinrich von Kleists „Käthchen von Heilbronn“ hat der Stadt am Neckar den Beinamen „Käthchenstadt eingebracht. Die im Norden des Bundeslandes Baden-Württemberg gelegene Stadt ist mit ihren mehr als 120.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Baden-Württembergs. Die Gegend um Heilbronn, auch das Unterland genannt, ist eine der bekanntesten Weinanbauregionen im Bereich Heilbronn-Franken.
Heilbronn ist Hochschulstandort für die Fachrichtungen Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft und Informatik. Mit mehr als 5.500 Studenten ist die Hochschule Heilbronn damit die größte Fachhochschule in Baden-Württemberg.
Als ehemalige Reichsstadt am Neckar blickt die Stadt Heilbronn auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Die Stadt unterteilt sich in insgesamt neun Stadtteile, zu denen teilweise auch noch einzeln gelegene Höfe und Wohnsitze hinzugerechnet werden.
Der überwiegende Bevölkerungsteil der Stadt Heilbronn ist evangelisch. Der katholische Anteil liegt bei ca. 24%. 12% der Einwohner sind Muslime, aber auch die jüdische Gemeinde ist gut vertreten.

Das fruchtbare Talgebiet, in dem die Stadt liegt, nennt man auch das Heilbronner Becken. Gebildet wurde es durch den Neckar. Beiderseits der Flussufer erheben sich die Weinberge, die die gesamte Stadt umgeben. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet Heilbronns ist der im südlichen Stadtwald gelegene Reisberg (378m). Östlich der Stadt findet man die Heilbronner Berge (Ausläufer der Löwenberge) mit den bekanntesten Erhebungen Wartberg, Galgenberg, Büchelberg und Schweinsberg. Das gesamte Stadtgebiet von Heilbronn hat eine Ausdehnung von 13 mal 19 Kilometern.
Geologisch wird der Untergrund von Stadtgebiet und Umland nahezu ausschließlich durch die Ablagerungen des Neckar bestimmt.
Die Heilbronner Berge, die nicht von den Flussablagerungen bedeckt sind, weisen unterschiedliche Gesteinsformationen auf. Der teilweise reichlich vorhandene Schilfsandstein wurde früher auch in Steinbrüchen abgebaut.
Im Norden und Nordwesten des Stadtgebietes befindet sich ein bis zu. 45 m starkes Steinsalzlager. Hier wird Steinsalz industriell abgebaut.

Bild von Klaus Jähne vom Weinberg im Heilbronner Osten veröffentlicht bei wikipedia unter der Lizenz Creative Commons in der Version 3.0 veröffentlicht.

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt Heilbronn ist die Weinwirtschaft. An der Hochschule wird hier ein Studiengang speziell für den Bereich Weinwirtschaft angeboten. Heilbronn hat die drittgrößte Weinanbaufläche in Württemberg.
Neben zahlreichen privaten Weingütern befindet sich in Heilbronn seit 1973 der Sitz der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg.
Es gibt aber abseits des Weinanbaus eine Reihe von bedeuteten Unternehmen, die in Heilbronn ansässig sind und immerhin mehr als 90.000 Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
So wurde zum Beispiel die Firma Knorr 1838 in Heilbronn gegründet. Das Unternehmen gehört inzwischen zur Unilevergruppe, hat aber noch immer eine Produktions- und Forschungsstätte. Ebenfalls im 19. Jahrhundert in Heilbronn gegründet wurde die Brüggemanngruppe, heute ein weltweit bedeutendes Chemieunternehmen.
Einer der ältesten deutschen Energielieferant, die ZEAG Energie AG gewinnt nach wie vor mit dem Wasserkraftwerk Heilbronn eine bedeutende Energiemenge.
Auch das Bankgeschäft hat eine lange Tradition in Heilbronn.
Aufgrund der reichhaltigen Steinsalzvorkommen betreibt die Südwestdeutsche Salzwerke AG in Heilbronn das größte Salzbergwerk in Westeuropa.